Viele Menschen, die unter Schuppenflechte (Psoriasis) leiden, können mithilfe der richtigen Schuppenflechte Behandlung mit dieser chronischen Hauterkrankung problemlos leben. Sei es, daß nur kleine Hautareale, z.B. an den Knien und Ellbogen, befallen sind, oder sei es, daß die Schuppenflechte nur phasenweise in größeren Abständen auftritt. Für schwerer Erkrankte ist die Schuppenflechte Behandlung ungleich schwieriger, denn es ergeben sich oftmals große medizinische und soziale Probleme. Viele dieser Patienten fühlen sich stigmatisiert und von der Umwelt abgelehnt.

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Unabhängig von der objektiven Reaktion anderer ist immer die subjektive Belastung des Einzelnen zu beachten. Besonders Patienten, die Psoriasis an sichtbaren Körperstellen wie Kopf und Händen haben, sind oft stärker psychisch belastet. Dies hängt auch mit dem Schönheitsideal unserer Gesellschaft zusammen, das Jugend und Gesundheit in erheblichem Maße an der Erscheinung der Haut festmacht. Da jeder Psoriatiker lernen muß, sich selbst mit seiner Erkrankung zu akzeptieren und sein Leben darauf einzustellen, sind Informationen zur Psoriasis / Schuppenflechte Behandlung und Tipps zum Umgang mit der Krankheit nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen wichtig.

Den Menschen in ihrer Umwelt bieten Informationen die Chance, ein größeres Verständnis für die Sorgen und Nöte von Patienten zu entwickeln, die an Schuppenflechte erkrankt sind.

Heute steht dem Patienten eine Reihe von Therapien zur Verfügung, die sehr wirkungsvoll die Symptome lindern oder verschwinden lassen können. Dies ermöglicht, ein weitgehend „normales“ Leben zu führen. Allerdings muß die Schuppenflechte Behandlung bei jedem erneuten Schub wieder aufgenommen werden.

Eine einmalige, ursächliche Schuppenflechte Behandlung, die ein für alle Mal die Erkrankung heilt, ist bis heute nicht verfügbar und ist auch in nächster Zeit nicht zu erwarten.

Schuppenflechte: Verwirrung und Chaos bei allen betroffenen Hautzellen

Die psoriatische Haut ähnelt teilweise einer Fabrik, deren Arbeiter (Keratinozyten) ohne angemessene Anleitung völlig überstürzt produzieren (Ursache unbekannt): Damit die ganzen Bauteile, die ständig gebraucht werden (nährstoffreiches Blut), an die Arbeitsplätze (Oberhaut) gelangen, sind sogar die Förderbänder extra verbreitert worden (die kleinen Blutgefäße der Haut).

Allerdings sind derartig viele Angehörige des Werkschutzes anwesend (Abwehrzellen), daß kaum richtig nach Plan gearbeitet werden kann. Erschwerend kommt hinzu, daß die Werkshallen heiß und ungelüftet sind (Entzündung) und daß sich die gesamte Arbeiterschaft ständig irgendwelche unnötigen Befehle zuschreit (extrem vermehrte Bildung von Zell-Signalsubstanzen). Daß das Produkt – die verhornte Haut – dann nur halb fertiggestellt wird, verwundert eigentlich niemanden mehr.

Es handelt sich bei der Schuppenflechte um eine Entgleisung der Zellkommunikation, bei der aber jede Zelle ihre vorgegebenen Aufgaben weiterhin erfüllt. Deshalb ist Schuppenflechte grundsätzlich eine gutartige Erkrankung. Anders ausgedrückt: Die von Psoriasis befallene Haut neigt niemals dazu, sich wie Krebsgewebe völlig ungehemmt zu teilen, denn die überschüssigen Hautzellen werden bei Schuppenflechte nach außen abgestoßen.

Jedoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dass hektische Psoriasis-Geschehen mit therapeutischen Maßnahmen zu beeinflussen, wodurch es zur Beruhigung in den Psoriasis-Herden kommt.

Noch ist allerdings kein Weg gefunden worden, den eigentlichen Ursprung des chaotischen Geschehens zu entdecken und hier regulierend und harmonisierend einzugreifen. Ziel der modernen Behandlungsbemühungen ist es also, die akuten Schuppenflechte Beschwerden zum Verschwinden zu bringen und krankheitsverschlimmernde Einflüsse zu vermeiden.

Typische Zeichen bei Schuppenflechte – aber nicht bei jedem

Die krankheitsbedingten Eigenheiten der psoriatischen Haut können sich in sehr unterschiedlicher Ausprägung zeigen. Bei einigen Patienten zeigt sich die Schuppenflechte lediglich durch ein Symptom, bei anderen sind mehrere Auswirkungen der Krankheit gleichzeitig zu sehen.

Silbrig-weiße Schuppen

Die vermehrte, aber unzureichende Verhornung der Oberhaut führt zur verstärkten Abstoßung gering verhornter Hautzellen als Schuppen mit eigenartig glänzendem Aussehen.

Rote verdickte Plaques

Die starke Beschleunigung der Zellteilung kann zu krustenartigen Auflagerungen von unreifen Hornschichten führen. Die Verdickung der darunterliegenden Haut ist vor allem durch eine Entzündung verursacht.

Begrenzte Psoriasis-Herde

Oft befällt die Schuppenflechte nur bestimmte Hautregionen; v.a. Haaransatz, Knie und Ellbogen. Die befallenen Hautteile sind von der gesunden Haut zumeist deutlich abgrenzbar, können aber auch zu größeren Flächen zusammenfließen.

Austrocknung der befallenen Haut

Die ungenügende Verhornung bietet weniger Schutz vor Austrocknung der Haut. Auch der natürliche Fettgehalt nimmt ab, so daß die Haut spröde wird.

Hautrötung

Das verstärkte Wachstum der Hautkapillaren und deren gesteigerte Durchblutung lassen die erkrankte Haut übermäßig rot erscheinen. Eine vermehrte Hautrötung tritt auch während einer Entzündung auf.

Blutung aus befallenen Hautbezirken

Die unzureichend verhornten Hautareale der schützenden Oberhaut und die vergrößerten und verstärkt durchbluteten Kapillaren der Lederhaut können bereits nach kleinen Verletzungen oder Entfernung von Schuppenplaques, z.B. durch Kratzen, zur Blutung führen.

Abheilung ohne Narben

Hautnarben treten nach Verletzungen der Unterhaut auf. Die psoriatischen Störungen sind aber nur auf Ober- und Lederhaut beschränkt. Verletzungen dieser Schichten heilen immer narbenlos aus. Ausnahme: Starkes Kratzen kann zu tieferreichenden Verletzungen führen und dann Narben hinterlassen.

Typische Zeichen bei Schuppenflechte

Psychische Schwierigkeiten von Schuppenflechte Betroffenen

Die Reaktionen ihrer Mitmenschen auf die Erkrankung gehört für viele Betroffene zu den schlimmsten Auswirkungen der Psoriasis. Dabei müssen es keine Extreme – wie z.B. Schwimmbadverbot – sein. Oft sind es die kleinen Gesten des Alltags, die besonders schmerzlich sind: verstohlene Blicke oder unmerkliches Abrücken, z.B. in der Warteschlange des Supermarkts.

In solchen Situationen läuft meistens eine ganze Kettenreaktion von Mißverständnissen ab. Und so kann man sich die einzelnen Glieder dieser Kette vorstellen:

Der Mensch ist von Natur aus neugierig. Also möchte der Nicht-Psoriatiker natürlich auch die ihm unbekannte Schuppenflechte sehen.

Der Hautkranke hat bereits einige Male Ablehnung erfahren müssen und ist „auf der Hut“ – er erwartet die Zurückweisung geradezu

Direkte Blicke sind in unserer Gesellschaft verpönt, deshalb muß der andere heimlich hinsehen – er mustert den Erkrankten mit „verstohlenen“ Blicken.

Scham und Ablehnung ähneln sich in der Gestik. Und der Betrachter schämt sich seiner unangebrachten Neugier wegen. Der Hautkranke allerdings interpretiert die eigentlich verschämten Blicke als Ablehnung – aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen und seiner „Erwartungshaltung“.

Jetzt versucht der Psoriatiker erst recht, die betroffenen Hautstellen zu verbergen.

Als Folge muß der andere sich besonders anstrengen, seine Neugier zu stillen. Ihm kommt der Verdacht, der Psoriatiker hätte tatsächlich etwas zu verbergen!

Gleichzeitig wächst im Nicht-Psoriatiker die Sorge um die eigene körperliche Unversehrtheit. Denn je weniger er seine Neugier befriedigen kann, je größer sein Unwissen hinsichtlich der Natur der Erkrankung ist, desto stärker wird er verunsichert. Der Betrachter zieht sich zurück und zeigt nun tatsächlich Ablehnung.

Schuppenflechte im sozialen Umfeld: Partner, Freunde, Kollegen

Während das „Unbekannte“ der Krankheit eher für kurze oder neue Kontakte entscheidend ist, sind die Bedingungen in längerfristigen Beziehungen, vor allem Partnerschaften, meist andere. Einige der charakteristischen Belastungen sind:

Langwierige therapeutische Maßnahmen müssen bei der Planung gemeinsamer Aktivitäten berücksichtigt werden.

Der Partner setzt sich selbst unter Druck: Er meint, zur Krankheit und gegebenenfalls auch zur Stigmatisierung des anderen Stellung beziehen zu müssen.

Negative Empfindungen wie Wut oder Ekel werden oft nicht geäußert. Wenn sie unterschwellig wahrgenommen werden, kann es zu Mißverständnissen oder sogar Entfremdung kommen.

Einige Aktivitäten, wie z.B. ein Schwimmbadbesuch, können zeitweise gar nicht gemeinsam wahrgenommen werden.

Manchmal müssen Teile einer Beziehung neu definiert werden, wie z.B. die Rollenverteilung, wenn der Erkrankte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Oft werden zu viele Äußerungen und Verhaltensweisen des Betroffenen von der Umwelt als Folge seiner Krankheit interpretiert. Er wird in erster Linie als Psoriatiker wahrgenommen und über die Krankheit definiert.

Natürlich können nicht alle Probleme im Gespräch gelöst werden. Aber eine offene Aussprache kann Mißverständnisse verhindern und gedrückte Stimmungen, die „in der Luft liegen“, klären.

Psychische Schwierigkeiten von Schuppenflechte Betroffenen

Schuppenflechte akzeptieren – geht das?

Bei einigen Menschen bestimmt die Psoriasis ihr Leben. Sie leben ständig in der Angst vor einem weiteren Schub oder verbringen den Tag mit der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten. Zeit für andere Freizeitaktivitäten bleibt kaum noch übrig. Allein durch diesen hohen Stellenwert der Krankheit im Leben des Betroffenen nimmt die Lebensqualität merklich ab.

Eine andere Möglichkeit ist, mit Schuppenflechte zu leben, und zwar nach dem Motto: „Soviel wie nötig, aber sowenig wie möglich gegen die Psoriasis tun.“ Die Erkrankung wird als Belastung anerkannt, die zwar Aufmerksamkeit fordert, aber nicht das ganze Leben bestimmen darf.

Natürlich sind die oben beschriebenen Wege, wie man mit der Krankheit umgehen kann, in ihren Extremformen dargestellt. In der Regel mischen sich günstige und ungünstige Einstellungen. Es gibt Zeiten, in denen es dem Patienten besser oder auch schlechter gelingt, mit der Krankheit zu leben.

Welche Hilfen gibt es, wenn man selbst, ein Angehöriger oder Bekannter schlecht mit der Schuppenflechte zurecht kommt?

Der Hautarzt

Der behandelnde Hautarzt sollte immer der erste Ansprechpartner sein bei allen Fragen, die die Schuppenflechte betreffen. Ausreichende Information über die Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten nimmt Unsicherheit und Ängste. Schließlich kann der Hautarzt auch weiterhelfen, wenn Unterstützung bei psychischen Problemen gesucht wird.

„Reden ist Gold!“

Natürlich kostet es zunächst Überwindung, über die Krankheit zu sprechen, aber letztlich spart es Kraft und Nerven. Psoriasis ist kein Tabu! Geben Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, Ihnen und Ihrer Krankheit offen zu begegnen. Meistens sind die Nichterkrankten dankbar für ein ungezwungenes Wort – und auch Psoriatiker.

Entspannung

Zuviel Streß belastet Körper und Seele; als Folge kann sich die Schuppenflechte verschlimmern. Es gibt viele Möglichkeiten, Streß zu umgehen oder abzubauen. Vielen Menschen hilft schon ein Spaziergang, ein Buch oder ein Angel-Wochenende. Man kann Entspannungstechniken aber auch gezielt erlernen, die Kurse dazu werden von Ärzten, Krankenkassen und Volkshochschulen angeboten.

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen vermitteln die positive Erfahrung, nicht alleine dazustehen. Oft ist es entlastend, mit anderen Betroffenen reden zu können. Außerdem geben sie nützliche Informationen und Hinweise zum Umgang mit der Krankheit. Selbsthilfeorganisationen betreiben auch Öffentlichkeitsarbeit, um die Situation von Menschen, die an Schuppenflechte erkrankt sind, zu verbessern.

Psychotherapeutische Hilfen

Einige Psoriatiker stürzt die Krankheit in eine ernsthafte Krise, die sie nicht mehr alleine bewältigen können. Eine Psychotherapie kann helfen, die Erkrankung und die mit ihr verbundenen Belastungen besser anzunehmen und Selbstsicherheit und eine gewisse Zufriedenheit zurückzugewinnen.

1888 stand im British Journal of Dermatology, einer sehr renommierten Fachzeitschrift für Hautärzte:”…Die Psoriasis ist nicht nur der Therapie gut zugänglich, sie ist heilbar.” 100 Jahre später ist dieser Optimismus verflogen. Vielmehr gilt, dass wie bei einer ganzen Reihe von Krankheiten vor einer Behandlung die Ursachen bekannt sein müssen. Da die Ursachen nicht bekannt sind, muss die Behandlung auf das Ziel, die Symptome (Schuppen, Flecken und Entzündungen) für möglichst lange Zeit zum Verschwinden zu bringen, beschränkt werden.

Zur Anwendung kommen eine ganze Reihe von höchst verschiedenen Stoffen und Methoden, denen nur eines gemeinsam ist, nämlich die Entzündung zu hemmen und die überstürzte Zellvermehrung und Schuppenbildung zu bremsen.

Schuppenflechte Behandlung mit Teer, AHCC, Harnstoff und Co.

Noch aus dem letzten Jahrhundert stammt eine Behandlungsmethode mit Teer. Dieses Steinkohlenprodukt enthält eine Unzahl komplizierter organischer Substanzen, die die überstürzte Zellvermehrung behindern. Bis auf den Intimbereich und den behaarten Kopf wurden die Patienten eingepinselt, Tag für Tag, über längere Zeit. Wenn es sich auch in Amerika und Großbritannien noch einer gewissen Beliebtheit erfreut, so ist dieses Verfahren hierzulande zugunsten von ebenso wirksamen, aber anwenderfreundlicheren Verfahren in der häuslichen Schuppenflechte Behandlung weitgehend verlassen worden (bis auf einige teerhaltige Shampoos für die Kopfpsoriasis).

Schuppenflechte Behandlung mit AHCC

Dieser spezielle Pilzextrakt namens AHCC ist ein leistungsstarker Immunmodulator, der sich hervorragend zur Behandlung von Autoimmunproblemen wie Psoriasis eignet. Und im Gegensatz zu Steroiden, die das Immunsystem unterdrücken, können Sie auch während der Erkältungs- und Grippesaison gesund bleiben. Für Patienten mit Schuppenflechte empfiehlt sich im Allgemeinen eine Dosis von 3.000 mg AHCC pro Tag in geteilten Dosen (1.000 mg am Morgen, 1.000 mg am Mittag und 1.000 mg am Abend).

MarkeKinoko Platinum AHCCKinoko Gold AHCCgreenleaves vitamins
Produktabbildungahcc kinoko platinum 750AHCC Kinoko Gold 500greenleaves vitamins ahcc 500
HerstellerQuality of LifeQuality of Lifegreenleaves vitamins
AHCC pro Kapsel
750mg500mg500mg
Empfohlene Dosierung
4 Kapseln pro Tag, insgesamt 3000 mg täglich.

1 oder 2 Kapseln, 2 ~ 3 mal täglich 1 Stunde vor dem Essen

6 Kapseln pro Tag, insgesamt 3000 mg täglich.

2 Kapseln, 3 mal täglich, 1 Stunde vor dem Essen.
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Schuppenflechte Behandlung mit Harnstoff

In Psoriasis-Herden ist der Gehalt des natürlichen Feuchthaltefaktors Harnstoff um 40 % im Vergleich zu gesunder Haut vermindert. Harnstoffhaltige Cremes und Salben können dieses Defizit ausgleichen und zu einer Normalisierung beitragen.

Schuppenflechte Behandlung mit Salicylsäure

Ein weiterer klassischer Wirkstoff zur Schuppenflechte Behandlung ist die Salicylsäure. Diese wirkt allerdings nicht entzündungs- oder wachstumshemmend, sie löst lediglich die Hornschuppen auf. Sie wird daher oft zu Beginn einer Therapie als Abschuppungsmaßnahme eingesetzt, wobei je nach Lage der Dinge der Arzt eine abgestimmte salicylsäurehaltige Rezeptur zusammenstellen wird.

Schuppenflechte Behandlung mit Dithranol

Ebenfalls ein Klassiker der Psoriasistherapie ist Dithranol. Von seinem Aufbau her ist es mit den Substanzen des Steinkohleteers verwandt. Sein Wirkprinzip ist ebenfalls ähnlich, verlässliche und anhaltende Unterdrückung des ungebremsten Zellwachstums der Psoriasisflecken.

Auf Grund einer sehr guten Wirksamkeit hat es auch heute noch seinen festen Platz im therapeutischen Arsenal behauptet, trotz der Nachteile, dass Dithranol intensiv Wäsche und Bettwäsche, aber auch Badewannen verfärbt, es die gesunde Haut schon in mäßigen Konzentrationen reizt (Dermatitis) und nach dem Abheilen eine langanhaltende Braunverfärbung der betroffenen Haut hinterlässt. Für den Körper selbst ist Dithranol eine sehr gut verträgliche Substanz.

Behandelt wird in langsam ansteigenden Konzentrationen bis an die Verträglichkeitsgrenze. Dies bedarf regelmäßiger Kontrollen durch den Arzt.

Schuppenflechte Behandlung mit Kortison

Nach der Teer- und der Dithranolära begann in der  Schuppenflechte Behandlung sehr bald der Einsatz von Kortisonpräparaten. Kortison ist das natürliche Hormon der Nebennierenrinde. Aus dem Bereich der inneren Erkrankungen ist die segensreiche Wirkung dieser Substanz auf Entzündungen aller Art, auf die Zellteilung und aufs Immunsystem bekannt, etwa bei Asthma, echtem Rheuma, schweren Allergien, Tumoren und in der Transplantationsmedizin. Ebenso bekannt sind aber auch die möglichen Nebenwirkungen wie Fettansatz bis hin zum sogenannten “Mondgesicht”, Osteoporose (Knochenschwund), Hochdruck, bleibende Unterdrückung der körpereigenen Kortisonproduktion der Nebenniere. Diabetes und Infektanfälligkeit, die bei schweren Erkrankungen wie Asthma oder echtem Rheuma ggf. in Kauf zu nehmen sind. Äußerlich angewandt entfaltet Kortison ähnliche Wirkungen; Hemmung der Freisetzung von Entzündungssubstanzen, Hemmung der Zellteilung und des Wachstums der Haut- Bindegewebs- und Entzündungszellen, Abschwellung und Abdichtung der Hautgefäße und Unterdrückung von immunologischen Abläufen – Wirkungen, die bei der Psoriasis hilfreich sind und die Kortison oder die Kortikoide rasch an die erste Stelle in der Psoriasistherapie gebracht haben. Denn auf der Suche nach stärker und länger wirksamen Medikamenten erhielt man durch chemische Veränderungen am Kortisonmolekül eine ganze Familie von “Kortikoiden” oder “Kortikosteroiden” mit unterschiedlichem Wirkprofil.

Die Anwendung ist einfach, wenig zeitaufwendig und sauber.

Insbesondere bei der Psoriasis capitis, der Psoriasis des behaarten Kopfes, werden Kortikoide, nach einer anfänglichen Abschuppung, gerne eingesetzt, entweder als einfach anwendbare Tinktur oder als Lotion. Bei der Lotion muss man wegen des Fettens die Haare zwar öfter waschen, dafür reizt sie aber die Haut weniger als die alkoholischen Lösungen.

Von der aufgetragenen Kortikoidzubereitung, Fettsalbe, Salbe, Creme, Lotion oder Tinktur, wandern höchstenfalls 10 % der Wirksubstanz durch die Haut hindurch; dementsprechend treten die typischen Nebenwirkungen des gespritzten oder als Tabletten eingenommenen Kortisons nicht auf, es sei denn, man wendet die Kortikoide falsch an und schmiert außerordentlich viel, sehr großflächig und sehr lange.

Es kann aber auch Nebenwirkungen an der Haut geben: Verdünnung der Haut (Atrophie), Auftreten vieler kleiner, blutgefüllter Äderchen, Akne, Schwächung des Bindegewebes mit Rissen in der Unterhaut und erhöhte Verletzbarkeit.

Diese Nebenwirkungen sind sowohl von der Dauer und der Art der Kortikoidanwendung wie von der Wahl des Kortikoids abhängig und dies sollte von einem Arzt betreut werden.

Wenn auch die Kortikoide die Psoriasissymptomatik rasch bessern können, so ist doch ihr Langzeiteffekt nicht so ausgeprägt wie der anderer Behandlungsmethoden, der Rückfall kommt schneller.

Schuppenflechte Behandlung mit Vitamin D3-Abkömmlingen

Bis Anfang der 90er Jahre standen dem Arzt eigentlich außer Dithranol nur die Kortikoide zur Verfügung. Seit 1992 gibt es als Alternative die Abkömmlinge des Vitamin D3. Dass Vitamin D3 die Schuppenflechte günstig beeinflussen kann, entdeckte man durch Zufall Anfang der 80er Jahre in Japan. Eine Patientin erhielt die Substanz wegen Osteoporose (Knochenschwund) und stellte fest, dass sich ihre gleichzeitig bestehende Psoriasis deutlich besserte. Die dann für diese Hautkrankheit speziell entwickelten Abkömmlinge des Vitamin D3 wirken etwa gleich gut wie Dithranol oder Kortikoide, sind aber viel besser verträglich.

Seit neuestem gibt es sogar einen Vitamin D3 -Abkömmling, der nur noch 1 x täglich (am besten abends) als Salbe aufgetragen werden muss.

Die Verträglichkeit dieses neuen Medikaments ist so gut, dass selbst empfindliche Hautflächen (z.B. Haaransatz, Gesicht und Achseln) behandelt werden können.

Schuppenflechte Behandlung mit UV-Licht

Die günstige Wirkung der Sonne auf die Psoriasis, schon vor 300 Jahren bekannt, war der Ausgangspunkt für ein inzwischen sehr bewährtes Therapieverfahren für die Schuppenflechte Behandlung, die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Als energiereiche Strahlung kann UV je nach Wellenlänge, je kurzwelliger desto energiereicher, die Haut direkt schädigen, reizen oder nur bräunen.

Am nützlichsten sind Wellenlängen im Bereich der UV-B Strahlung (280 – 320 nm, 1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter), die von modernen Geräten selektiv abgestrahlt werden (SUP, selektive UV-Phototherapien oder UV-B-Schmalband, 311 nm). Die Psoriasishaut wird langfristig mit kleinen Dosen bestrahlt, worunter die Herde langsam, aber nachhaltig abheilen. Die Methode ist gut verträglich, wenn auch sehr zeitintensiv; eine mögliche Nebenwirkung ist die Überdosierung, Verbrennung oder Sonnenbrand, die zur Entwicklung neuer Herde im Verbrennungsgebiet führen kann.

Für besondere Fälle kann UV-A-Strahlung (320 – 400 nm) mit einem lichtsensibilisierenden Medikament (Psoralen) kombiniert werden, das innerlich oder äußerlich angewandt werden kann (PUVA = Psoralen-UV-A-Methode). Die benötigte UV-Dosis lässt sich dadurch verringern. Allerdings können sich erhebliche Nebenwirkungen, wie Empfindlichkeit gegen natürliches Tageslicht mit der Gefahr eines Sonnenbrandes mit Blasenbildung auf der Haut und Augenschäden, einstellen. Bei innerlich angewandtem Psoralen drohen Juckreiz, Magen-Darm-Reizung, Leber- und Nierenschäden. Nur bei unkontrollierter und langfristiger Anwendung von UV-Licht können vorzeitige Alterung der Haut mit Falten und Elastizitätsverlust (die gegerbte Lederhaut) und eventuell sogar der Hautkrebs drohen, Stachelzellenkrebs und der “schwarze Krebs”, das Melanom.

Schuppenflechte Behandlung mit Vitamin-A-Abkömmlingen

Acitretin ist als innerliche Schuppenflechte Behandlung bei schweren, therapieresistenten Fällen sehr nützlich. Die Liste der Nebenwirkungen ist jedoch lang. Acitretin ist fruchtschädigend und darf deswegen Frauen im gebährfähigen Alter nur in Ausnahmefällen verschrieben werden.

Seit einiger Zeit wird ein anderer Vitamin-A-Abkömmling auch zur Lokalbehandlung der Haut bei weniger schweren Formen der Psoriasis eingesetzt. Der Körper wird dadurch weniger belastet, jedoch sind Hautreizungen häufig.

Schuppenflechte Behandlung mit Cytostatika / Immunsuppressiva

Auch Medikamente aus der Tumortherapie und Transplantationsmedizin, nämlich Methotrexat und Ciclosporin A, sind bei schwerster Psoriasis wirksam und einsetzbar, aber wegen der erheblichen Nebenwirkungen, insbesondere in der Langzeittherapie, sind sie nur ganz speziellen Fällen vorbehalten.

Schuppenflechte Behandlung mit richtiger Ernährung

Bei einer Reihe von Psoriatikern findet sich eine erhöhte Harnsäure im Blut. Da Harnsäure das Endprodukt z.B. aus dem Abbau von Fleischinhaltsstoffen ist, empfiehlt es sich, sehr sparsam mit Fleisch, Innereien, aber auch Fisch, Hülsenfrüchten, Samen und Getreide umzugehen, um die Folgen der hohen Harnsäure zu vermeiden, nämlich Gicht und Nierensteine.

Alle weiteren Beobachtungen lassen sich nicht verallgemeinern. Manche Patienten erleben eine Verschlimmerung ihrer Schuppenflechte nach scharfen Gewürzen (Paprika, Pfeffer, Chili, Curry) oder sehr würzigen Saucen (Tabasco, Ketchup, Grillsauce), andere vertragen verschiedene Obstsorten nicht, andere wiederum keinen Essig oder keine Nüsse.

Lebensmittel mit ausreichendem Gehalt an lebensnotwendigem Eiweiß und essentiellen Fettsäuren, hohem Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen sind hingegen sehr bekömmlich. Eine vollwertige und bedarfsgerechte Ernährung enthält viel pflanzliche Lebensmittel wie Getreide, Kartoffeln, Gemüse, fettarme Milch und ausreichende Menge an Getränke, wenig Fett, Zucker, Alkohol, sowie wenig tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Eier und fettreiche Milchprodukte. Mit einer solchen Ernährung kann man seine Schuppenflechte Behandlung positiv begünstigen.

Schuppenflechte Behandlung mit dem Toten Meer

Schuppenflechte verläuft in der warmen Jahreszeit oft milder und auch das Sonnenlicht übernimmt einen günstigen Einfluss. Es gibt Orte auf der Welt, wo diese Effekte im Zusammenwirken mit weiteren Faktoren ganz besonders wirksam sind, so auch die Region des Toten Meeres.

Durch die Verdunstung unter der südlichen Sonne ist das Wasser des abflusslosen Toten Meeres zur konzentrierten Sole geworden. Wird die mit der Sole imprägnierte Haut der intensiven Sonnenstrahlung ausgesetzt, lässt die Kombination aus Salz und UV-Licht die Psoriasis oft für lange Zeit abheilen. Freilich hat auch diese Form der Behandlung Probleme. Nicht jeder verträgt das extreme Klima, besonders Herz- und Kreislaufgeschädigte müssen sich vorsehen.

Die Kombination aus Solebad und UV-Bestrahlung wird vermehrt auch in dermatologischen Praxen durchgeführt. Viele Fachleute halten jedoch die Kombination von Salz, UV-Licht und Klima, wie sie z.B. am Toten Meer vorzufinden ist – für besser.

Aber auch der einfache Urlaub kann schon Klimatherapie sein und Erfolg bei der Schuppenflechte Behandlung bringen. Besonders empfehlenswert ist ein Urlaub am Strand, möglichst in einem Klima, indem man Salzwasser und Sonne entspannt genießen kann.

Schuppenflechte Behandlung mit Fett

Auch wenn die Psoriasisherde mit ihren Schuppen glänzen, sind sie doch trocken und fettarm. Schon durch reichlich Fettanwendung verbessern Sie den Fettgehalt und die Geschmeidigkeit der Haut; sie reißt dadurch weniger ein und bietet somit Pilzen, Bakterien und möglichen allergieauslösenden Substanzen wie Waschmitteln, Weichspülern etc. weniger Möglichkeiten einzudringen. Der Entstehung eines Ekzems als Nachfolgekrankheit wird vorgebeugt. Zugleich lässt der Juckreiz nach. Die Fettung kann man sehr intensiv betreiben; es gibt Studien, die zeigen, dass reichlich Fett auf den Psoriasisflecken, über Nacht mit einer speziellen Folie luftdicht abgedeckt (“Okklusivverband”), in der Wirksamkeit wirkstoffhaltigen Salben oder Cremes nahekommt.

Um aber Hautreizungen zu vermeiden, sollte man nicht zu intensiv, zu fest, zu häufig reiben. Am einfachsten sind Ölbäder. Die Haut wird hierbei ohne große mechanische Reizung gefettet. Besteht stärkerer Juckreiz, gibt es Ölbäder mit juckreizstillenden Zusätzen

Schuppenflechte Behandlung mit Fumarsäureester

Die systemische Schuppenflechte Behandlung mit Fumarsäureestern ist inzwischen weit verbreitet, reine Fumarsäure wiederum ist bei Psoriasis unwirksam. Aufgrund des günstigen Nutzen-Risikoverhältnisses ist die Schuppenflechte Behandlung mit Fumarsäureestern häufig die Therapie der ersten Wahl. Die Therapie darf nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Die beobachteten Blutbildveränderungen sind ein Hinweis auf die immunologische Wirkung der Fumarate, die auf einer Regulierung des Immunsystems der Patienten beruht.

Diese Nebenwirkungen sind jedoch durch regelmäßige Laborkontrollen beherrschbar. Es können schwere Psoriasisformen behandelt werden, bei denen eine äußerliche Therapie keine ausreichende Wirkung zeigt. Die Verträglichkeit der Medikamente ist zu Beginn der Schuppenflechte Behandlung nicht immer optimal, verbessert sich aber sehr häufig im weiteren Therapieverlauf.

fische gegen schuppenflechte

Fische gegen Schuppenflechte

Kleine Fische namens Saugbarben können Schuppenflechte-Patienten und Neurodermitis-Patienten von ihrem juckenden Leiden befreien bzw. Linderung verschaffen.

Sie sind klein, grau, unscheinbar. Das Lieblingshobby der Saugbarben der Thermalquelle von Kangal ist knabbbern. Die Saugbarben (lateinisch: Garra rufa) ernähren sich von Hautschuppen und erlösen die Patienten knabbernd von ihrem juckenden Leiden. Bei der Behandlung schilfern tausende kleiner Fische, die in dem salz- und schwefelhaltigen Wasser leben, die befallenen Körperpartien ab und bewirken dadurch eine Regenerierung der Haut. So kann das heilende Quellwasser besser in die Haut eindringen und sie innerhalb von drei Wochen erneuern. Das bringt zwar keine endgültige Heilung, aber Linderung für Monate.

Das Thermalbad ‘Sicak Cermik’ liegt 30 km von der Provinzhauptstadt Sivas (Türkei) entfernt. Aus fünf verschiedenen Quellen entspringt das Thermalwasser. Das Wasser in der Therme ist 35 °C warm, aht einen pH-Wert von 7,8 und enthält Bikarbonat, Kohlensäure, Sulfat, Chlor, Kalzium, Natrium und Magnesium. Es heilt und lindert dermatologische und rheumatische Beschwerden.

Entspannende Kur

Die Menschen besuchen die Anlage nicht nur wegen des mineralhaltigen Quellwassers. Die Mineralien sind zwar heilsam für die kranke Haut der Patienten. Saugbarben entfernen die abgestorbenen Hautzellen der Patienten ganz sanft und natürlich. Das heilsame Wasser kann so besser einwirken. Dafür müssen sich die Kurgäste den ganzen Tag von den Fischen beknabbern lassen. “Das ist ein schönes Gefühl”, beschreibt ein Gast. “Die Fische entspannen mich, sie picken an den empfindlichen Stellen und das beruhigt mich sogar. Und das warme Wasser ist sehr angenehm. Keine Medikamente! Nur Reinigung, Quellwasser und Sonne”.

In der medizinischen Abteilung untersucht eine Hautspezialistin jeden Patienten genau. Sie entscheidet, wer wie lange im Wasser bleiben muss. In den meisten Fällen empfiehlt sie eine dreiwöchige Kur. Dafür werden die Patienten am Ende mit einer zumindest zeitweilig schuppenflechtenfreien Haut belohnt. Die Hautspezialistin beschreibt den Vorgang: “Die Fische reinigen durch das Abknabbern die Haut. Dann kann das Quellwasser besser einwirken. Es enthält Selen und das regeneriert die kranke Haut. Dazu kommt dann die natürliche Sonne auf der Haut. Diese drei Faktoren bilden die Grundlage unserer Behandlung. Medikamente gibt es hier nicht.”

Die richtige Hautpflege für Schuppenflechte Patienten

Das Hautorgan besteht aus der eigentlichen Haut, wissenschaftlich Cutis genannt, und der Unterhaut, der Subcutis . Interessant ist für uns die Cutis, zwischen 1 mm (Gesicht) und 3 mm (Po) dick, wiederum aufgebaut aus der Lederhaut, dem Corium, in der die feinen Blutgefäße, Nerven und Faserzüge aus elastischen und Kollagenfasern laufen, fest verzahnt durch ein “Noppenmuster” mit der Oberhaut, der Epidermis. Auf der Trennschicht zwischen Ober- und Lederhaut, der Basalmembran, sitzen Hautzellen, die sich teilen, sich vermehren können und damit für die Erneuerung der Haut verantwortlich sind (Basalzellschicht). Die frisch entstandenen Zellen, rund und stachelig, werden weiter nach außen, in die Stachelzellschicht, geschoben. Rutschen sie von da im Rahmen der steten Hauterneuerung noch weiter in Richtung Oberfläche, fangen sie an, Keratinkörnchen (Hornsubstanz) in ihrem Inneren zu bilden (Körnerschicht), immer mehr, um dann zellkernlos zu werden, unterzugehen (Glanzschicht) und schließlich eine feste Schutzschicht gegen die Außenwelt zu bilden: die Hornschicht
Im Unterschied dazu fallen bei der psoriasiserkrankten Haut zwei Dinge auf:

  • In der Lederhaut sind die kleinen Blutgefäße mehr geworden, sind prall gefüllt, zwischen den Bindegewebsfasern liegt Flüssigkeit und weiße Blutkörperchen, kurz, eine Entzündung liegt vor.
  • In der Oberhaut sieht man in der Basalzellschicht viel mehr Zellen, die sich in Teilung befinden. Die Stachelzellschicht erscheint aufgelockert, und selbst hier teilen sich die Zellen. Die Körnerschicht ist breit, und viele ihrer Zellen finden sich intakt noch in der Hornschicht und in den Hornschuppen.

Während die normale Erneuerung der Haut von der Basalzellschicht bis zur Abschilferung als Hornschüppchen in etwa 28 Tagen abläuft, kann sie in aktiven Psoriasisherden bis auf 4 Tage verkürzt werden. Normalerweise stößt die Haut etwa 1 g Hornschüppchen pro Tag ab. Bei sehr aktiver Psoriasis können es bis zu 13 g / Tag werden. Was aber die Veränderungen auslöst und am Laufen hält, ist und bleibt unklar; es gibt viele Theorien. Erschwerend kommt hinzu, dass die Psoriasis eine ausschließlich menschliche Angelegenheit ist, weder gibt es diese Hautkrankheit bei irgendeiner Tierart, noch ist sie auf Labortiere übertragbar oder bei ihnen nachahmbar.

Die richtige Pflege

Neben der reichlichen Fettanwendung auf den Flecken ist insgesamt auf eine schonende, aber konsequente Hautpflege zu achten. Entscheidend ist der richtige Fettgehalt und die Erhaltung des natürlichen Säuremantels der Haut, der eine wichtige Schutzfunktion wahrnimmt.

Bei der Haarwäsche sollte ein mildes, wenig entfettendes Haarwaschmittel benutzt werden. Bei stärkerer Schuppung kann man entschuppende, medizinische Haarwaschmittel verwenden. Heißes und ausgiebiges Duschen trocknet die Haut aus, zerstört den Säuremantel der Haut und leistet so einem Eindringen von Keimen oder neuem Aufblühen von Herden Vorschub. Besser ist das morgendliche Duschen mit lauwarmen Wasser.

Dabei kann man mit einem einfachen Verfahren die Abwehrkräfte stärken. Am frühen Morgen (zwischen 6 und 8 Uhr) produziert die Nebenniere das meiste körpereigene Kortison. Genau in dieser Zeit sollte nach einer kurzen lauwarmen Dusche noch ein kurzer, ganz kalter Duschgang eingelegt werden. So wird die Nebenniere dazu gebracht, bis zu 5 mg Kortison zu produzieren, eine Menge, die gegebenenfalls manches synthetische Kortikoid sparen kann.

Nicht günstig ist es, mit einer Wassertemperatur über 35° C baden, um dem Austrocknen der Haut vorzubeugen und den Juckreiz nicht zu verstärken.

Zur Reinigung sollten überfette Seifen oder gut rückfettende, saure Waschlotionen mit möglichst wenig Zusätzen verwendet werden.

Nach dem Waschen, Duschen oder Baden wird die Haut gemäß dem jeweiligen Hauttyp gepflegt, abgesehen der Psoriasisherde:

  • bei fetter Haut: Milch oder Lotionen
  • beim weniger trockenen Hauttyp: Lotionen oder Cremes
  • bei trockener Haut: harnstoffhaltige Cremes oder Lotionen oder Salben

10 Tipps für Schuppenflechte Patienten

Zwar gibt es kein Patentrezept für die Schuppenflechte Behandlung bzw. den Umgang mit Schuppenflechte, doch diese Tipps können Betroffenen helfen, besser mit Schuppenflechte umzugehen.

1.     Versuchen Sie, eine positive Einstellung gegenüber Ihrem Zustand zu gewinnen.

2.     Glauben Sie keinen dubiosen Heilversprechen, sondern stimmen Sie alle Behandlungen mit Ihrem Arzt ab.

3.     Vermeiden Sie körperlichen und seelischen Streß.

4.     Informieren Sie sich über Ihre Krankheit – beim Arzt, mit Büchern oder in Selbsthilfegruppen.

5.     Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt gründlich über die richtige Anwendung von Medikamenten, Salben etc.

6.     Denken Sie immer daran, und sagen Sie es notfalls laut: Psoriasis ist nicht ansteckend!

7,     Sprechen Sie mit Freunden und Verwandten über Ihre Krankheit.

8.     Verlieren Sie Ihre Zeit nicht mit Selbstmitleid – davon wird die Schuppenflechte nicht besser.

9.     Verzweifeln Sie nicht! Kummer kann die Krankheit verschlechtern.

10.    Versuchen Sie, sich nicht zu schämen oder Ihre Erkrankung zu verstecken.

Felix Sommer

Felix Sommer

Neben dem Studium für Molekulare Biologie und Biotechnologie schreibt Felix wissenschaftliche Fachbeiträge für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Magazine.

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